Kommune in Nordrhein-Westfalen – RIS, Sitzungen, Termine & Beschlüsse
Tönisvorst ist eine Kommune in Nordrhein-Westfalen mit rund 29.257 Einwohnern. Poliscope hat im RIS in den letzten sechs Monaten 17 Sitzungen, 340 Tagesordnungspunkte, 34 Dokumente erfasst.
Im Ratsinformationssystem (RIS) von Tönisvorst finden Sie einen Sitzungskalender, Informationen zu Gremien und deren Mitgliedern sowie Informationen zu Beschlüssen.
Zwischen Wohnungsbau, Schulumbauten und der Zukunft des Schwimmbads: In Tönisvorst wurde in den ersten Monaten des Jahres 2026 an vielen kommunalpolitischen Schrauben gedreht. Die Sitzungen der Fachausschüsse und des Rates waren geprägt von zukunftsweisenden Planungen und konkreten Maßnahmen für die Stadtentwicklung.
Der sogenannte „Bauturbo“ stand gleich mehrfach auf der Torderung: Der Rat beschloss im März Grundsätze, um Wohnbauvorhaben zu beschleunigen. Kleinere Projekte mit bis zu fünf Wohneinheiten sollen künftig direkt von der Verwaltung entschieden werden. Parallel beriet der Planungsausschuss über konkrete Baugebiete: Die Entwicklung der Flächen TÖ 10 an der Sternstraße/Ostring für Wohnraum und einen Spielplatz wurde ebenso thematisiert wie die Ausweisung neuer Gewerbeflächen für KMU und Handwerk. Für die Innenstadt von St. Tönis wurde ein Zwischenstand zum Integrierten Stadtentwicklungskonzept (ISEK) vorgelegt, das die Beauftragung eines Citymanagements und die Einführung eines Hof- und Fassadenprogramms vorsieht.
Die Schullandschaft steht vor großen Herausforderungen. Mehrere Ausschüsse befassten sich intensiv mit dem akuten Raumbedarf. Hintergrund ist das Auslaufen des G8-Abiturs, das zu mehr Schülern führt. Für das Michael-Ende-Gymnasium wird deshalb ein Erweiterungsbau (Modulbau) mit 12 zusätzlichen Klassenräumen am Schulzentrum Corneliusfeld geplant. Gleichzeitig laufen die Planungen für den Neubau der Rupert-Neudeck-Gesamtschule am Standort „Wasserturm“ weiter. Um den Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung für Erstklässler zu erfüllen, werden die Kapazitäten der Offenen Ganztagsschule (OGS) ausgebaut. Projekte wie die Mensa-Erweiterungen an den Grundschulen Vorst und Hülser Straße („Mensen 2026“) sowie der Anbau an der GGS Corneliusstraße mit Bewegungsraum und Mensa sollen bis 2026/27 fertiggestellt sein.
Die langfristige Perspektive des städtischen Schwimmbads beschäftigte gleich mehrere Gremien. Der Rat stimmte im März der Beauftragung einer Machbarkeitsstudie zur „langfristigen Neuausrichtung“ des Bads zu. Diese soll verschiedene Szenarien wie Sanierung oder Neubau prüfen. Da der aktuelle Betriebsführungsvertrag Ende 2026 ausläuft, bereitet die Verwaltung parallel eine EU-weite Ausschreibung für eine neue, zunächst zweijährige Betriebsführung ab 2027 vor.
Der Hauptausschuss beriet im April den Entwurf der Haushaltssatzung für 2026. Zudem wurde eine umfangreiche Verwaltungsneugliederung auf den Weg gebracht, bei der eine Beigeordnetenstelle nicht neu besetzt und stattdessen ein Stadtkämmerer bestellt werden soll. Im Bereich Digitalisierung beantragte die CDU-Fraktion mehr Transparenz und einen flächendeckenden Ausbau des Glasfasernetzes, insbesondere für Mehrfamilienhäuser. Für die Sportanlage in Vorst wurde eine Dringlichkeitsentscheidung zur Teilnahme an einem Bundesförderprogramm für Sanierungsmaßnahmen getroffen.
Der Umweltausschuss nahm einen Sachstandsbericht zur Umsetzung des Integrierten Klimaschutzkonzeptes zur Kenntnis. Die Stadt hat dabei die Patenschaft für die Maßnahmen „Zukunftsquartiere“ und „Mobil und wie!? Radwege“ übernommen. Ein weiteres Thema war die PFAS-Belastung im Trinkwasser, zu dem sowohl die CDU einen Sachstandsbericht anfragte als auch die UWT-Fraktion umfassende Bürgerinformationen und Schutzmaßnahmen forderte. Das Mobilitätskonzept für Tönisvorst befindet sich laut einer Anfrage im Rat in finaler Bearbeitung.
Die Sitzungen zeigen eine Kommune im Umbruch: Während die Schul- und Betreuungsinfrastruktur massiv ausgebaut wird, werden parallel die Weichen für mehr Wohnraum, eine lebendige Innenstadt und eine zukunftsfähige Sport- und Schwimmbadinfrastruktur gestellt.
KI-Zusammenfassung der Themenschwerpunkte auf Grundlage der kommunalen Sitzungsdatenbank von Poliscope.
KI macht Fehler und ersetzt keine eigene Recherche.
Wird monatlich aktualisiert.
Poliscope erfasst und analysiert die Daten aus dem Ratsinformationssystem (RIS) von Tönisvorst (Nordrhein-Westfalen) – zusammen mit tausenden weiteren Kommunen in ganz Deutschland.
Übergeordnete Verwaltungseinheit
GV Tönisvorst, StadtPoliscope GmbH
Die zentrale Sammlung kommunal- und regionalpolitischer Informationen für Deutschland.