Gemeindeverband in Nordrhein-Westfalen – RIS, Sitzungen, Termine & Beschlüsse
Tönisvorst ist ein Gemeindeverband in Nordrhein-Westfalen mit rund 29.257 Einwohnern. Der Gemeindeverband umfasst 1 Gemeinden.
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Von Bauturbo bis Schulbau, von Schwimmbad-Zukunft bis PFAS im Trinkwasser: In den ersten Monaten 2026 standen in Tönisvorst wichtige Weichenstellungen für die Stadtentwicklung auf der Tagesordnung. Die politischen Gremien befassten sich mit einem vollen Programm an Bauprojekten, Schulplanungen und strategischen Konzepten.
Ein zentrales Thema war die Beschleunigung von Wohnbauvorhaben. Der Rat der Stadt Tönisvorst beriet im März über einen Grundsatzbeschluss für die Umsetzung eines „Bauturbos“. Das Ziel: Kleinere Wohnbauprojekte mit bis zu fünf Wohneinheiten sollen durch vereinfachte Verfahren schneller realisiert werden können. Die CDU-Fraktion hatte dazu einen eigenen Antrag mit Grundsätzen für die Anwendung des Bauturbos eingebracht. Parallel wurden konkrete Baugebiete vorangetrieben: Für den vorhabenbezogenen Bebauungsplan Tö-104 „Kornstraße/Nachverdichtung Wohnbebauung“ in St. Tönis wurde im Februar der Satzungsbeschluss gefasst. Weitere Bebauungspläne wie Tö-80 „Willicher Straße/Josef-Schultes-Straße“ und Tö-106 „Benrader Straße/Nachverdichtung Wohnbebauung“ wurden im April zur erneuten Offenlage beschlossen. Die CDU beantragte zudem die Entwicklung der Flächen des TÖ 10 im Bereich Sternstraße/Ostring für Wohnraum und einen öffentlichen Spielplatz.
Die Schullandschaft steht vor großen Veränderungen. Der Raumbedarf am Michael-Ende-Gymnasium infolge des auslaufenden G8-Abiturs war gleich in mehreren Sitzungen Thema. Als Lösung wird ein Erweiterungsbau (Modulbau) mit 12+ Klassenräumen am Schulzentrum Corneliusfeld geplant, für den ein Fördermittelantrag vorbereitet wird. Für einen möglichen Neubau der Rupert-Neudeck-Gesamtschule am Standort „Wasserturm“ wurde das Raumkonzept vorgestellt. Parallel laufen die Planungen für Mensen an den Grundschulen Vorst und Hülser Straße (Projekt „Mensen 2026“) sowie der Erweiterungsbau der GGS/OGS Corneliusstraße 200. Im Bildungsausschuss wurde zudem die Vergabe einer Dienstleistungskonzession für die Verpflegung an den weiterführenden Schulen für vier Jahre beraten. Für die jüngsten Einwohner wurde der Bedarfsplan der Kinderbetreuung 2026 vorgelegt.
Die Zukunft des Schwimmbads H2Oh! beschäftigte gleich mehrere Gremien. Der Ausschuss für Gesundheit und Sport sowie der Rat stimmten der Beauftragung einer Machbarkeitsstudie zur langfristigen Neuausrichtung des Bades zu. Diese soll verschiedene Szenarien wie Sanierung oder Neubau prüfen. Parallel wurde die Ausschreibung der Betriebsführung des Schwimmbades ab 2027 im Rahmen eines EU-Vergabeverfahrens vorbereitet, da der aktuelle Vertrag Ende 2026 ausläuft. Im Sportbereich wurde eine Dringlichkeitsentscheidung zur Teilnahme am Bundesprogramm zur Sanierung kommunaler Sportstätten getroffen, konkret für die Sanierung der Sportanlage in Vorst mit geschätzten Kosten von 1,765 Mio. Euro. Der Ausschuss für Gesundheit und Sport nahm zudem einen Zwischenstand zur Erhebung von Vereinsstrukturdaten zur Kenntnis, die als Planungsgrundlage dienen soll.
Im Ausschuss für Umwelt, Klima und Landwirtschaft standen zwei drängende Themen auf der Agenda: Die CDU-Fraktion fragte nach PFAS im Trinkwasser und forderte einen Sachstandsbericht. Die Fraktion UWT beantragte daraufhin eine umfassende Information der Bürger und sofortige Schutzmaßnahmen. Zudem wurde ein Antrag zur Erhaltung und zum Schutz der Stadtbäume in Tönisvorst behandelt. Für die Innenstadt von St. Tönis wurden im Rahmen des Integrierten Stadtentwicklungskonzepts (ISEK) die Beauftragung eines Citymanagements und eine Richtlinie für ein Hof- und Fassadenprogramm beraten. Im Verkehrsbereich informierte die Verwaltung über den Sachstand des Mobilitätskonzepts, das sich in finaler Bearbeitung befindet.
Der Hauptausschuss befasste sich mit dem Entwurf der Haushaltssatzung für 2026 und der dazugehörigen Hebesatzsatzung. Zudem wurde ein Vorschlag zur Neugliederung der Verwaltung beraten, der unter anderem vorsieht, eine Beigeordnetenstelle nicht neu zu besetzen. Im Betriebsausschuss für den Städtischen Abwasserbetrieb standen die Vergabe von Rahmenverträgen für Kanalreinigungen, Unterhaltungsarbeiten und Wartungsarbeiten an Pumpstationen an. Der Niersverband hielt zudem einen Vortrag zum Thema Abwasserwärmenutzung.
Die Sitzungen der ersten Monate 2026 zeigen eine Stadt in der Umsetzung: Während langfristige Planungen für Schwimmbad und Schulen angestoßen werden, sollen konkrete Bauvorhaben durch den „Bauturbo“ beschleunigt und die Innenstadt durch das ISEK belebt werden.
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KI macht Fehler und ersetzt keine eigene Recherche.
Wird monatlich aktualisiert.
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