Kommune in Baden-Württemberg – RIS, Sitzungen, Termine & Beschlüsse
Radolfzell am Bodensee ist eine Kommune in Baden-Württemberg mit rund 31.582 Einwohnern. Poliscope hat im RIS in den letzten sechs Monaten 55 Sitzungen, 409 Tagesordnungspunkte, 111 Dokumente erfasst.
Im Ratsinformationssystem (RIS) von Radolfzell am Bodensee finden Sie einen Sitzungskalender, Informationen zu Gremien und deren Mitgliedern sowie Informationen zu Beschlüssen.
Von der Gründung einer eigenen Wohnungsbaugesellschaft über einen neuen Jugendplatz bis zur millionenschweren Sanierung des Dorfgemeinschaftshauses in Böhringen: In den letzten Monaten hat der Radolfzeller Gemeinderat wichtige Weichen für die Zukunft gestellt. Hier sind die zentralen Beschlüsse und Debatten.
Mit breiter Mehrheit von 20 zu 0 Stimmen gab der Gemeinderat im Mai grünes Licht für den Neubau des Dorfgemeinschaftshauses und den Dorfplatz in Böhringen. Die Baukosten für das DGH sind mit 13,4 Millionen Euro veranschlagt. Für den Abbruch der alten Gebäude wurde bereits ein Auftrag über 219.300 Euro vergeben. Zudem sollen Bundes-Sondermittel in Höhe von bis zu 1,9 Millionen Euro für mehrere Sanierungsprojekte in den Ortsteilen verwendet werden, darunter die Aussegnungshalle und die Schulturnhalle in Böhringen, die Bergstraße in Liggeringen sowie die Brücke „Kleine Espen“ in Markelfingen.
Eine der grundlegenden Entscheidungen fiel mit 13 zu 9 Stimmen: Die Stadt wird eine eigene kommunale Wohnungsbaugesellschaft gründen. Erster konkreter Schritt ist die Vorbereitung eines Gebäudes mit sozial gebundenen Wohnungen in der Stadterweiterung Nord „Bei der alten Eiche“. Parallel dazu wurde der Verkauf des Gebäudes Güttinger Straße 13 beschlossen, allerdings mit der Auflage, den Baustil zu erhalten.
Nach kontroverser Debatte und zwei erfolgreichen Petitionen von Bürgern wurde die geplante Buswendeschleife im Altbohl endgültig abgelehnt. Stattdessen beschloss der Rat Änderungen im Liniennetz: Die Linie 5 soll wieder über die Konstanzer Straße fahren und die Linie 6 zur Stärkung der Innenstadt über die Teggingerstraße geleitet werden. Zudem wird ein zusätzlicher Schulbus von Böhringen zur zweiten Stunde eingerichtet.
Gleich mehrere Beschlüsse zielen auf die jüngeren Einwohner. Für die Erweiterung der Sonnenrainschule wurden mehrere Gewerke im Wert von über 1,7 Millionen Euro vergeben, darunter Holzbau für 914.700 Euro und Fensterbau für 397.000 Euro. Einstimmig beschlossen wurde zudem eine neue IT-Strategie für alle Schulen, die ab 2027 durch einen Medienabschlag bei den Schulbudgets mitfinanziert wird. Für Jugendliche wird im Innenhof des früheren Technischen Betriebshofs (Güttinger Straße 3) ein neuer Jugendplatz mit einem Budget von 40.000 Euro eingerichtet.
Nicht alle Vorhaben fanden ungeteilte Zustimmung. Die geplante „Narren“-Spielfläche für die Innenstadt scheiterte im Juli am Standort Höllstraße/Hinter der Burg mit 12 zu 7 Nein-Stimmen. Der Rat hatte zuvor bereits beschlossen, alternative Standorte prüfen zu lassen. Zudem übernahm die Stadt mit 16 zu 3 Stimmen die Trägerschaft für das Hebammengeleitete Zentrum „radofine“ vom Spitalfonds, nachdem dieser die Übertragung beschlossen hatte.
Die Sitzungsperiode zeigt eine Mischung aus zügig vorangetriebenen Großinvestitionen in die Ortsteile und gründlich debattierten Zukunftsthemen wie bezahlbarem Wohnraum und einer bürgernahen Verkehrswende.
KI-Zusammenfassung der Themenschwerpunkte auf Grundlage der kommunalen Sitzungsdatenbank von Poliscope.
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