Gemeindeverband in Nordrhein-Westfalen – RIS, Sitzungen, Termine & Beschlüsse
Kalkar ist ein Gemeindeverband in Nordrhein-Westfalen mit rund 13.953 Einwohnern. Der Gemeindeverband umfasst 1 Gemeinden.
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Von Windrädern über neue Wohngebiete bis zum Verbot für Badeunfälle: In Kalkar standen in den letzten Monaten wichtige Weichenstellungen für die Zukunft der Stadt auf der Tagesordnung. Die Gremien beschäftigten sich mit Energie, Wohnraum, Sicherheit und der Bewahrung des historischen Erbes.
Gleich mehrere Bauvorhaben wurden vorangetrieben. Für das Gebiet "Grieth-West" wurde die 34. Änderung des Bebauungsplans auf den Weg gebracht, um Baurecht für Einzel- und Doppelhäuser auf einer ehemaligen Friedhofsfläche zu schaffen. Ein großes Projekt ist das geplante "KITA- und Wohnquartier im Oberdorf" in Niedermörmter. Hier wurden sowohl die Änderung des Flächennutzungsplans als auch die Aufstellung des konkreten Bebauungsplans Nr. 103-1 beraten, um die planungsrechtlichen Voraussetzungen für Wohnraum und eine Kindertagesstätte zu schaffen. Zudem beschloss der Rat einstimmig Leitlinien zur Umsetzung des "Bau-Turbo"-Gesetzes, um Wohnungsbauvorhaben zu beschleunigen.
Die Energiewende nimmt in Kalkar konkrete Form an: Der Ausschuss für Bauwesen und Umwelt stimmte mit 14 Ja-Stimmen dem "Windprojekt Kalkar-Appeldorn" zu. Das Vorhaben sieht die Errichtung von zwei Windenergieanlagen durch die PNE AG vor und wurde mit den planungsrechtlichen und finanziellen Auswirkungen sowie Möglichkeiten der Bürgerbeteiligung behandelt.
Mit breiter Mehrheit verabschiedete der Haupt- und Finanzausschuss eine neue Ordnungsbehördliche Verordnung, die das Baden im Rhein innerhalb des Stadtgebiets verbietet. Grund sind die erheblichen Gefahren durch Strömung, Schiffsverkehr und vergangene tödliche Unfälle. Ebenfalls einstimmig beschlossen wurde ein Antrag auf ein Verbot von privatem Silvesterfeuerwerk im gesamten Stadtgebiet, den die Verwaltung jedoch mangels rechtlicher Grundlage ablehnte. Stattdessen soll über bestehende gesetzliche Verbotsbereiche informiert werden.
Um das historische Ortsbild zu schützen, wurden mehrere Bebauungsplan-Änderungen für Werbeanlagen an der Ortsdurchfahrt Kalkar/Altkalkar beraten. Ziel ist es, Fremdwerbeanlagen auszuschließen und gestalterische Vorgaben festzulegen. Zudem befasste sich der Rat mit der Sicherung und Wiedernutzbarmachung der Burg Boetzelaer und erhielt einen Tätigkeitsbericht für 2025. Ein Antrag der CDU zielte darauf ab, die Gestaltungssatzung für den Stadtkern anzupassen, um mehr Flexibilität für Photovoltaikanlagen und Dachausbauten zu schaffen.
Der Haushalt für 2026 sowie der dazugehörige Stellenplan wurden in mehreren Sitzungen beraten und mit großer Mehrheit verabschiedet. Zudem stimmte der Rat einer Benutzungs- und Gebührensatzung für Flüchtlingsunterkünfte zu. Für die Friedhöfe wurden die Gebühren für Namenstafeln aufgrund gestiegener Herstellungskosten angepasst. Auch die kommunale Wärmeplanung wurde gestartet, und das Planungsbüro stellte den Erarbeitungsprozess vor.
Die Sitzungen zeigen eine Stadt im Spannungsfeld zwischen notwendiger Entwicklung, Sicherheitsbedenken und dem Erhalt ihres charaktervollen Gesichts.
KI-Zusammenfassung der Themenschwerpunkte auf Grundlage der kommunalen Sitzungsdatenbank von Poliscope.
KI macht Fehler und ersetzt keine eigene Recherche.
Wird monatlich aktualisiert.
Poliscope erfasst und analysiert die Daten aus dem Ratsinformationssystem (RIS) von Kalkar (Nordrhein-Westfalen) – zusammen mit tausenden weiteren Kommunen in ganz Deutschland.
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