Kommune in Nordrhein-Westfalen – RIS, Sitzungen, Termine & Beschlüsse
Anröchte ist eine Kommune in Nordrhein-Westfalen mit rund 10.203 Einwohnern. Poliscope hat im RIS in den letzten sechs Monaten 10 Sitzungen, 162 Tagesordnungspunkte, 37 Dokumente erfasst.
Im Ratsinformationssystem (RIS) von Anröchte finden Sie einen Sitzungskalender, Informationen zu Gremien und deren Mitgliedern sowie Informationen zu Beschlüssen.
Zwischen neuen Baugebieten, einem frisch sanierten Bürgerhaus und der Frage nach der Zukunft der Windenergie: In Anröchte standen in den ersten Monaten des Jahres 2026 zahlreiche kommunalpolitische Weichenstellungen an.
Gleich mehrere Baugebiete rückten in den Fokus. Für den Ortsteil Uelde wurde der Bebauungsplan Nr. 52 „Zum Hölzchen“ aufgestellt, um vier neue Bauplätze zu schaffen. In Mellrich laufen die Planungen für ein neues Feuerwehrgerätehaus auf einem 4.000 qm großen Grundstück an der Schützenstraße. Kontrovers diskutiert wurde dagegen das „Wohnquartier östlich des Friedhofs“ (Bebauungsplan Nr. 50). Nachdem ein zugehöriger Durchführungsvertrag im März mit 21 Nein-Stimmen abgelehnt worden war, stimmte der Rat im Juli mehrheitlich für den Vertrag und den Bebauungsplan – allerdings jeweils mit drei Gegenstimmen. Kritik gab es unter anderem an der Anordnung von Carports und Fahrradstellplätzen.
Zwei zentrale Projekte für den Ortskern wurden auf den Weg gebracht: Der Rat stimmte einstimmig dem Raumprogramm und der Entwurfsplanung für die Sanierung und Reaktivierung des Bürgerhauses Anröchte zu. Die Verwaltung wird nun die weiteren Planungsleistungen ausschreiben. Ebenfalls mehrheitlich beschlossen wurde der Rahmenplan für das freiraumplanerische Gesamtkonzept am Bildungscampus. Die Ausschreibung betrifft zunächst nur den ersten und zweiten Bauabschnitt; über weitere Abschnitte soll später entschieden werden.
Das Thema Windenergie blieb präsent. Der Rat stimmte mehrheitlich einer Standortverschiebung einer geplanten Anlage in Mellrich zu. Für ein Repowering-Projekt im Windpark Altenmellrich, bei dem zehn neue Anlagen entstehen sollen, fand eine Anliegerversammlung statt. Positiver Nachrichten gab es beim Glasfaserausbau: In den Ortsteilen Uelde, Effeln, Berge und Altenmellrich sind die Ausbautrassen fertig, die allermeisten Hausanschlüsse sind bereits angeschlossen oder kurz davor. Die finale Abnahme durch das Bauamt steht noch aus.
Nach personellen Wechseln in den Fraktionen wurden die politischen Gremien neu besetzt. Zudem wurde im Sozialamt eine Stelle von der Entgeltgruppe 10 in eine Beamtenstelle der Besoldungsgruppe A10 umgewandelt. In der Haushaltspolitik setzte sich nach intensiven Beratungen ein einheitlicher Hebesatz für die Grundsteuer B in Höhe von 656 Prozentpunkten durch.
Eine emotional geführte Debatte drehte sich um die Nutzung der seit 2018 ungenutzten Trauerhalle in Altengeseke durch den Männergesangverein. Der Hauptausschuss lehnte den Vorschlag mehrheitlich ab; im Rat wurde die Entscheidung vertagt, um weitere Gespräche vor Ort zu ermöglichen. Tradition wird dagegen fortgeschrieben: Der mit 5.000 Euro dotierte Heimatpreis der Gemeinde wird auch für 2026 ausgelobt. Bewerbungen sind bis zum 21. August 2025 möglich.
Die Sitzungen zeigen eine Gemeinde im Wandel, die zwischen der Sicherung der Daseinsvorsorge, der Schaffung von Wohnraum und investiven Zukunftprojekten wie dem Bildungscampus navigiert.
KI-Zusammenfassung der Themenschwerpunkte auf Grundlage der kommunalen Sitzungsdatenbank von Poliscope.
KI macht Fehler und ersetzt keine eigene Recherche.
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