Kommune in Nordrhein-Westfalen – RIS, Sitzungen, Termine & Beschlüsse
Titz ist eine Kommune in Nordrhein-Westfalen mit rund 8.569 Einwohnern. Poliscope hat im RIS in den letzten sechs Monaten 7 Sitzungen, 95 Tagesordnungspunkte, 15 Dokumente erfasst.
Im Ratsinformationssystem (RIS) von Titz finden Sie einen Sitzungskalender, Informationen zu Gremien und deren Mitgliedern sowie Informationen zu Beschlüssen.
Zwischen Haushaltssicherung und Strukturwandel: Die Landgemeinde Titz hatte in der ersten Jahreshälfte 2026 ein breites Themenspektrum zu bewältigen. Von konkreten Bauprojekten über die Zukunft nach der Braunkohle bis hin zur Kinderbetreuung war vieles auf der Agenda.
Gleich mehrere Bauleitplanverfahren und Straßenprojekte wurden vorangetrieben. Für die Ortslage Höllen im Bereich „Römerstraße“ wurde die 30. Änderung des Flächennutzungsplans beraten. In Jackerath steht eine 3. Änderung des Bebauungsplans Nr. 20 im Bereich Friedhofstraße an, für die der Aufstellungsbeschluss gefasst wurde. Konkrete Bauprojekte sind geplant: In Jackerath soll der südliche Teil der Straße „Stockenend“ grundhaft ausgebaut und mit einem 1,50 Meter breiten Gehweg versehen werden. Auch die Erschließung der Römerstraße in Höllen wurde thematisiert. Ein geplanter Bebauungsplan in Müntz (Nr. 51, Lindenstraße) wurde dagegen gestoppt – die Aufstellung wurde aufgrund artenschutzrechtlicher Bedenken aufgehoben.
Die Gestaltung des Strukturwandels ist ein zentrales Thema. Der Rat nahm Stellung zur bevorzugten Trassenvariante für das Projekt „Revierbahn West“. Die Planungen des Zweckverbands LANDFOLGE Garzweiler für die Zeit nach dem Braunkohleabbau wurden vorgestellt, mit besonderem Fokus auf die Entwicklung der Ortschaft Jackerath, wo unter anderem eine Marina geplant ist. Die Gemeinde beteiligt sich zudem an Kooperationen wie der „temporären Universität Hambach“ mit dem Helmholtz-Cluster Wasserstoff. Für die eigenen Gebäude soll Fördermittel genutzt werden: Die energetische Sanierung des Rathauses durch ein Revier-Förderprogramm wurde beraten.
Im Fokus standen die Unterbringung Geflüchteter und die Kinderbetreuung. Die Verwaltung informierte mehrfach über die aktuelle Unterbringungssituation und die geplante Realisierung weiterer Unterkünfte in Müntz und Opherten. Zudem wurde die Einführung der Bezahlkarte für Asylbewerberleistungsberechtigte beraten. Für die Jüngsten gab es eine konkrete Initiative: Das Jugendparlament regte die Einrichtung einer Spielplatzkommission an, die Spiel- und Aufenthaltsflächen verbessern soll. Zudem wurde über den Ausbau der Betreuung an der PRIMUS-Schule diskutiert, unter anderem durch einen Antrag auf Fördermittel für flexible Möbel oder ein OGS-Haus.
Die Sitzungen zeigen eine Gemeinde im Spannungsfeld zwischen alltäglicher Daseinsvorsorge und der aktiven Gestaltung des tiefgreifenden Wandels in der Region.
KI-Zusammenfassung der Themenschwerpunkte auf Grundlage der kommunalen Sitzungsdatenbank von Poliscope.
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