Kommune in Nordrhein-Westfalen – RIS, Sitzungen, Termine & Beschlüsse
Selfkant ist eine Kommune in Nordrhein-Westfalen mit rund 10.290 Einwohnern. Poliscope hat im RIS in den letzten sechs Monaten 7 Sitzungen, 55 Tagesordnungspunkte, 9 Dokumente erfasst.
Im Ratsinformationssystem (RIS) von Selfkant finden Sie einen Sitzungskalender, Informationen zu Gremien und deren Mitgliedern sowie Informationen zu Beschlüssen.
Zwischen neuen Wohngebieten, einer teuren Kanalsanierung und hitzigen Verkehrsdebatten: In Selfkant standen in den ersten Monaten des Jahres 2026 wichtige Weichenstellungen auf der kommunalpolitischen Agenda.
Gleich mehrere Bauvorhaben wurden vorangetrieben. Für ein rund 1,96 Hektar großes Neubaugebiet in Höngen („Hinter Dilia“) wurde die Änderung des Flächennutzungsplanes beschlossen. In Süsterseel geht es um zwei Projekte: Zum einen wurde die Aufstellung des Bebauungsplans Nr. 62 „Am Lehnder Weg“ für ein etwa 3,8 Hektar großes Gebiet eingeleitet. Zum anderen beschloss die Gemeindevertretung die „Ortslagenerweiterung Heidestraße“, um eine rund 1.430 m² große Fläche für Wohnbebauung zu erschließen. Ein Antrag auf ein Doppelhaus im Außenbereich von Hillensberg wurde dagegen mehrheitlich abgelehnt, um den Landschaftsraum zu schützen.
Ein finanziell bedeutendes Infrastrukturprojekt wurde auf den Weg gebracht: Der Bauausschuss stimmte einstimmig der Sanierung der Abwasserkanäle in Wehr zu. Die Maßnahme umfasst die Sanierung von 106 Kanalhaltungen, 38 Schächten und 50 Anschlussleitungen und ist mit Kosten von rund 450.000 Euro veranschlagt. Zusätzlich wird der Niederschlagswasserkanal am Tüdderner Weg für 54.000 Euro erneuert. Im Bereich Verkehrssicherheit wurden konkrete Maßnahmen für die gefährliche Einmündung Dorfstraße Ecke Landstraße in Wehr beschlossen, darunter Stoppschilder, Haltelinien und eine rote Markierung des Radwegs.
Verkehr war ein Dauerbrenner. Einstimmig beschlossen die Gremien, beim Kreis Heinsberg den Bau eines Radweges im Lückenschluss zwischen Saeffelen (Dieck) und Kleinwehrhagen vorzutragen. In Hillensberg reagierte die Politik auf Bürgerproteste zu Lärm und Geschwindigkeit auf der Bergstraße: Die Verwaltung soll eine Tempo-30-Zone prüfen und Gespräche mit der niederländischen Nachbargemeinde Beekdaelen über eine mögliche Ortsumgehung führen. Auch am Millener Weg gab es Bewegung: Hier wurde ein Maßnahmenpaket zur Verkehrsberuhigung mehrheitlich beschlossen, das unter anderem die Versetzung einer Schikane und ein LKW-Fahrverbot vorsieht.
Die Gemeindevertretung passte die Stellplatzsatzung an und strich eine Ausnahmeregelung für Dachausbauten. Auf Antrag der Grünen wird geprüft, ob sich Selfkant am Baumpflanz-Projekt „NRW pflanzt“ beteiligen kann. Zudem erhielt die Verwaltung den Auftrag, die Möglichkeit zur Aufstellung von Batteriespeichern auf gemeindeeigenen Flächen zu prüfen – allerdings mit niedrigerer Priorität. Für die Spielplätze in Höngen und Großwehrhagen wurden bis zu 10.000 Euro für den Bau von drei Gartenlauben bewilligt.
Die Sitzungsprotokolle zeigen eine Gemeinde im Spannungsfeld zwischen notwendiger Infrastrukturerneuerung, Wohnraumschaffung und dem Wunsch der Bürger nach mehr Sicherheit und Lebensqualität im Verkehr.
KI-Zusammenfassung der Themenschwerpunkte auf Grundlage der kommunalen Sitzungsdatenbank von Poliscope.
KI macht Fehler und ersetzt keine eigene Recherche.
Wird monatlich aktualisiert.
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