Gemeindeverband in Nordrhein-Westfalen – RIS, Sitzungen, Termine & Beschlüsse
Herzebrock-Clarholz ist ein Gemeindeverband in Nordrhein-Westfalen mit rund 16.184 Einwohnern. Der Gemeindeverband umfasst 1 Gemeinden. Poliscope hat im RIS in den letzten sechs Monaten 25 Sitzungen, 296 Tagesordnungspunkte, 50 Dokumente erfasst.
Im Ratsinformationssystem (RIS) von Herzebrock-Clarholz finden Sie einen Sitzungskalender, Informationen zu Gremien und deren Mitgliedern sowie Informationen zu Beschlüssen.
Zwischen Haushaltssanierung und neuen Bauprojekten: In Herzebrock-Clarholz standen in den letzten Monaten zahlreiche kommunalpolitische Themen auf der Tagesordnung. Von der Planung eines medizinischen Zentrums über die Sanierung von Straßen und Bädern bis hin zu konkreten Ideen für mehr Jugendbeteiligung – die Gremien hatten ein volles Programm.
Ein zentrales Thema war die Entwicklung des Ortskerns in Clarholz. Der Planungsausschuss und der Rat berieten über die VI. Änderung des Bebauungsplans „Clarholz-Mitte“. Ziel ist die Errichtung eines medizinischen Versorgungszentrums (MVZ) im nördlichen Teil des Gebiets südöstlich des Marktplatzes. Im übrigen Bereich sollen Mehrfamilienwohnhäuser mit maximal zwei Vollgeschossen entstehen. Ursprünglich war an dieser Stelle eine Kindertagesstätte geplant, die nun entfällt.
Die Bautätigkeit in der Gemeinde ist rege: Der Planungsausschuss befasste sich mit mehreren konkreten Vorhaben. Dazu zählen der Neubau von zwei Mehrfamilienhäusern mit insgesamt 37 Wohneinheiten an der Clarholzer Straße/Uthofstraße, ein Wohnkomplex am Bahnhof Herzebrock sowie der Neubau eines Mehrfamilienhauses mit acht Wohneinheiten am Weißen Venn 14. Im Bau- und Klimaausschuss standen unter anderem die Sanierung der Straße Wachfuß/Weißes Venn und die Erneuerung des zweiten Bauabschnitts der Blumenstraße auf dem Programm. Für die Sanierung des Hallenbads Herzebrock wurde die Ausschreibung der Ingenieursplanung beraten, deren erste Stufe auf etwa 240.000 Euro geschätzt wird.
Die Beratungen für den Haushalt 2026 liefen in allen Fachausschüssen. Der vorgelegte Entwurf wies einen Jahresfehlbedarf von rund 7,9 Millionen Euro aus, der durch eine Entnahme aus der Ausgleichsrücklage gedeckt werden soll. Der Haupt- und Finanzausschuss befasste sich zudem mit dem NRW-Infrastrukturgesetz 2025-2036, aus dem der Gemeinde etwa 7,7 Millionen Euro für Sachinvestitionen in Bereichen wie Bildung, Klimaschutz und Verkehr zur Verfügung stehen sollen. Für die Offene Ganztagsschule (OGS) wurde ein außerordentlicher Zuschuss in Höhe von 90.143,50 Euro an die Volkshochschule Reckenberg-Ems beschlossen, um gestiegene Personalkosten zu decken.
Der Jugend-, Familien-, Senioren- und Sozialausschuss hatte ein breites Themenspektrum. Die Integrationsarbeit für 2025/2026 wurde vorgestellt, mit Schwerpunkten auf Sprachförderung, Arbeitsmarktintegration und Begegnungsangeboten. Der Seniorenbeirat schlug vor, Frau Lucia Herfert als sachkundige Einwohnerin mit Rede- und Antragsrecht in den Ausschuss zu entsenden. Die Verwaltung erarbeitete zudem Ideen für kommunale Kinder- und Jugendbeteiligung, die in der Sitzung vorgestellt wurden. Eine Einschränkung gab es bei der örtlichen Rentenberatung: Ab Juni 2026 wird das Angebot für etwa ein Jahr stark reduziert, da in dieser Zeit nur noch die Entgegennahme von Anträgen, aber keine umfassende Beratung mehr möglich sein wird.
Der Betriebsausschuss informierte sich über die Betriebszweige der Gemeindewerke und besichtigte das Entsorgungszentrum ECOWEST. Wegen der Installation einer Photovoltaikanlage auf der von-Zumbusch-Schule muss das Hallenbad Herzebrock für drei Tage geschlossen werden. Als Alternative öffnet das Hallenbad Clarholz in der ersten Osterferienwoche. Weitere Themen waren die Kündigung des Direktvermarkters für PV-Strom aus wirtschaftlichen Gründen und der Abzug von Altkleidercontainern an der Jahnstraße wegen Vermüllung. Der Bau- und Klimaausschuss beriet über die Durchführung eines Wettbewerbs zur Entsiegelung von Flächen und zur Umgestaltung von Schottergärten auf privaten Grundstücken.
Im Ausschuss für Verkehr, Sicherheit und Ordnung standen die Verkehrsverhältnisse in der Groppeler Straße zur Debatte. Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen beantragte zudem eine Verbesserung der Rad- und Fußverkehrsanbindung des Baugebiets Postweg-Mitte an die Ortsteile und Schulen. Außerdem ging es um eine öffentlich-rechtliche Vereinbarung mit der Gemeinde Beelen zur Zusammenarbeit der Freiwilligen Feuerwehren.
Der Ausschuss für Schule, Sport, Kultur und Städtepartnerschaften besichtigte die Josefschule und deren neue Mensa. Das Projekt „Schule und digitale Bildung“ wurde fortgeführt, wobei unter anderem technische Ersatzbeschaffungen wie iPads für Schüler und Lehrkräfte sowie der Digitalpakt 2.0 besprochen wurden. Zudem wurde eine Neufassung der Satzung über die Erhebung von Elternbeiträgen für die Offene Ganztagsschule im Primarbereich beraten, die eine Erhöhung der Beiträge und die Einführung einer neuen Einkommensgruppe vorsieht.
Die Sitzungen der ersten Monate des Jahres 2026 zeichnen das Bild einer aktiven Kommune, die sich mit der konkreten Gestaltung des Wohnraums, der Modernisierung der Infrastruktur und der Stärkung des sozialen Zusammenhalts auseinandersetzt.
KI-Zusammenfassung der Themenschwerpunkte auf Grundlage der kommunalen Sitzungsdatenbank von Poliscope.
KI macht Fehler und ersetzt keine eigene Recherche.
Wird monatlich aktualisiert.
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