Kommune in Nordrhein-Westfalen – RIS, Sitzungen, Termine & Beschlüsse
Haan ist eine Kommune in Nordrhein-Westfalen mit rund 30.298 Einwohnern. Poliscope hat im RIS in den letzten sechs Monaten 33 Sitzungen, 735 Tagesordnungspunkte, 13 Dokumente erfasst.
Im Ratsinformationssystem (RIS) von Haan finden Sie einen Sitzungskalender, Informationen zu Gremien und deren Mitgliedern sowie Informationen zu Beschlüssen.
Zwischen Haushaltssicherung und neuen Stellen, Klimaschutz und Kita-Beiträgen: Die Haaner Kommunalpolitik hatte in den ersten Monaten des Jahres 2026 ein umfangreiches Programm zu bewältigen. Die Sitzungen von März bis Juli drehten sich um die Finanzen, die Personalausstattung der Verwaltung und zahlreiche konkrete Projekte für die Stadtentwicklung.
Die Beratungen zum Haushalt 2026 standen im Zentrum vieler Ausschusssitzungen. Der Rat beschloss einen umfangreichen Nachtragsstellenplan, der mehrere neue Personalstellen vorsieht. Dazu zählen unter anderem 1,5 Stellen für die Familien- und Erziehungshilfe, eine Stelle für einen Sozialarbeiter im Flemingtreff und 0,75 Stellen für die Fachberatung in Kitas. Zuvor hatte der Rat bereits zusätzliches Personal für die Asylsachbearbeitung, den Brandschutz und die Bauaufsicht bewilligt. Angesichts der angespannten Haushaltslage beschlossen die Fraktionen WLH, GAL und FDP zudem die Einrichtung einer Arbeitsgruppe "Haushaltssicherung", um ein freiwilliges Haushaltssicherungskonzept für 2027 zu erarbeiten. In mehreren Sitzungen wurde außerdem über die Anpassung der Elternbeiträge für Kitas und die Offene Ganztagsschule beraten.
Ein zentrales stadtplanerisches Thema war die mögliche Ansiedlung eines Drogeriemarktes in Unterhaan auf der Fläche Düsseldorfer Straße / östlich Schlehdornweg. Der Ausschuss für Stadtentwicklung und Planung sowie der Haupt- und Finanzausschuss befassten sich mit dem weiteren Vorgehen im Bebauungsplanverfahren. Ein weiteres Großprojekt ist der Neubau des Verwaltungsgebäudes. Der Rat beriet im Juli über die weitere Vorgehensweise und verknüpfte dies mit dem Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzept (ISEK) für die Innenstadt. Zudem stimmte der Rat dem aktualisierten Straßen- und Wegekonzept mehrheitlich zu und beauftragte die Verwaltung mit der Umsetzung der priorisierten Einzelmaßnahmen.
Im Jugendhilfeausschuss wurde der neue Kinder- und Jugendförderplan für die Jahre 2026 bis 2030 beraten. Der Seniorenbeirat war aktiv in die Quartiersentwicklung eingebunden und berichtete in verschiedenen Gremien über seine Arbeit, etwa zur Barrierefreiheit auf der Kirmes. Ein besonderes Augenmerk lag auf der Zukunft der Taschengeldbörse Haan, nachdem der AWO-Ortsverein die Koordination beendet hatte. Der Ausschuss für Soziales nahm die Mitteilung zur Kenntnis; eine mögliche Anbindung an das Seniorenbüro wird geprüft. Zudem beschloss der Rat mehrheitlich, die Gebührensatzung für städtische Unterkünfte zu überarbeiten und bestimmte Standorte wie die Notunterkunft Bachstraße aufzugeben.
Der Runde Tisch Klimaschutz gab im Juli den Startschuss für die kommunale Wärmeplanung und tauschte sich über aktuelle Projekte wie das Stadtradeln aus. Im Ausschuss für Umwelt und Mobilität wurde unter anderem der Abschlussbericht zum Fußverkehrs-Check 2025 vorgestellt. Ein besonderes Verkehrsthema war die Schulwegsicherung in Gruiten während der Bahnhofsbauarbeiten. Die Verwaltung sah nach Einrichtung einer Ampel und Verlegung der Bushaltestellen eine sichere Ersatzroute gegeben. Auf Antrag der DJK Unitas beschloss der Ausschuss einstimmig, an drei Ampeln in Haan ein individuelles "Handball-Ampelmännchen" zu installieren, wobei der Verein die Kosten übernimmt.
Die Sitzungsperiode zeigt eine Kommune im Spannungsfeld zwischen notwendigen Investitionen in Personal und Infrastruktur und der Suche nach haushalterischer Stabilität.
KI-Zusammenfassung der Themenschwerpunkte auf Grundlage der kommunalen Sitzungsdatenbank von Poliscope.
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