Gemeindeverband in Hessen – RIS, Sitzungen, Termine & Beschlüsse
Groß-Gerau ist ein Gemeindeverband in Hessen mit rund 26.068 Einwohnern. Der Gemeindeverband umfasst 1 Gemeinden. Poliscope hat im RIS in den letzten sechs Monaten 28 Sitzungen, 216 Tagesordnungspunkte, 58 Dokumente erfasst.
Im Ratsinformationssystem (RIS) von Groß-Gerau finden Sie einen Sitzungskalender, Informationen zu Gremien und deren Mitgliedern sowie Informationen zu Beschlüssen.
Zwischen Haushaltsplanung, einem neuen Gewerbegebiet und einer Grundsatzentscheidung über ein Rechenzentrum: Die kommunalpolitischen Gremien in Groß-Gerau hatten in den letzten Monaten ein volles Programm.
Gleich in mehreren Ausschüssen und der Stadtverordnetenversammlung stand die Entwicklung eines klimaresilienten Gewerbegebiets auf der Tagesordnung. Ziel ist die Schaffung eines attraktiven Standorts für kleine und mittlere Unternehmen mit einer ausgewogenen Branchenmischung, wobei Logistiknutzungen ausgeschlossen werden sollen. Die Planung sieht vor, Frischluftbahnen zu sichern, Wärmeinseln zu vermeiden, erneuerbare Energien einzusetzen und eine wassersensible Regenwasserbewirtschaftung umzusetzen. Es wurden die ersten Schritte für den Bebauungsplan beraten, darunter der Aufstellungsbeschluss, die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit und die Billigung eines städtebaulichen Entwurfs.
Ein zentrales und mehrfach beratenes Thema war die mögliche Ansiedlung eines großen Rechenzentrums der Firma Vantage Data Centers auf dem ehemaligen Altmann-Areal im Bereich Lausböhl–Weidäcker. Die Politik prüfte eine umfassende Abwägung der wirtschaftlichen, ökologischen und gesellschaftlichen Auswirkungen. Drei Optionen wurden zur Diskussion gestellt: Zustimmung, Ablehnung oder Verhandlung über alternative Konzepte. Parallel dazu wurde auch über eine umfassende Beteiligung der Öffentlichkeit zu diesem Vorhaben beraten. Die CDU- und KOMBI-Fraktion brachten einen Änderungsantrag ein, der unter anderem vertragliche Sicherungen für die städtebauliche Entwicklung und die Aufnahme von Vertragsverhandlungen vorsah.
Die Anpassung an den Klimawandel war ein weiterer Schwerpunkt. Mehrere Gremien beschäftigten sich mit der Einführung des „Schwammstadtprinzips“ als Wasser- und Katastrophenmanagementkonzept. Dieses zielt darauf ab, Niederschlagswasser vor Ort zu halten, zu nutzen und kontrolliert abzugeben, um Überflutungen und Hitzeinseln zu reduzieren. Die Verwaltung soll beauftragt werden, dieses Prinzip in alle relevanten Planungen zu integrieren. Zur Kenntnis genommen wurde außerdem der interkommunal erarbeitete Hitzeaktionsplan für den Landkreis Groß-Gerau, der Strategien zum Umgang mit Hitzeereignissen enthält. Zudem wurde die Erstellung einer eigenen Starkregengefahrenkarte eingestellt, da nun eine landesweite Hinweiskarte genutzt werden soll.
Die Beratungen für den Haushalt 2026 liefen auf Hochtouren. Der zweite Bericht zum Haushaltsvollzug 2025 wies einen prognostizierten Fehlbetrag von rund 7,5 Millionen Euro aus, zeigte aber eine leichte Verbesserung gegenüber dem Halbjahresstand. In den Ausschüssen und der Stadtverordnetenversammlung wurden zahlreiche Haushaltsanträge diskutiert. Diese reichten von der Beschaffung von Feuerwehrfahrzeugen (z.B. Löschfahrzeug für Dornheim, Mannschaftstransportfahrzeuge) über die Anlage eines Feuerwehrspielplatzes und die Sanierung der Mauer des jüdischen Friedhofs bis hin zu Debatten über Steuerhebesätze, die Streichung von Mitteln für eine Energieberatung oder die Verschiebung der Anschaffung von Weihnachtsmarkthütten.
Auch Themen der Daseinsvorsorge wurden behandelt. Dazu gehörten die Neufassung mehrerer Satzungen für die Kindertageseinrichtungen, die Umsetzung eines Konzepts für ein Kinder- und Jugendforum zur Förderung der Beteiligung und die Weiterentwicklung des „Haus Raiss“ zu einem Haus der Begegnung. Die Verlängerung des Frauenförderplans stand ebenso auf der Agenda wie Anträge zur effizienteren Nutzung von Kita-Liegenschaften und die Bereitstellung von Räumen für den Seniorenbeirat.
KI-Zusammenfassung der Themenschwerpunkte auf Grundlage der kommunalen Sitzungsdatenbank von Poliscope.
KI macht Fehler und ersetzt keine eigene Recherche.
Wird monatlich aktualisiert.
Poliscope erfasst und analysiert die Daten aus dem Ratsinformationssystem (RIS) von Groß-Gerau (Hessen) – zusammen mit tausenden weiteren Kommunen in ganz Deutschland.
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