Kommune in Brandenburg – RIS, Sitzungen, Termine & Beschlüsse
Fredersdorf-Vogelsdorf ist eine Kommune in Brandenburg mit rund 14.476 Einwohnern. Poliscope hat im RIS in den letzten sechs Monaten 24 Sitzungen, 493 Tagesordnungspunkte, 16 Dokumente erfasst.
Im Ratsinformationssystem (RIS) von Fredersdorf-Vogelsdorf finden Sie einen Sitzungskalender, Informationen zu Gremien und deren Mitgliedern sowie Informationen zu Beschlüssen.
Zwischen Straßenbau, Sportstätten und Kita-Entwicklung: Die Gemeindevertretung und ihre Ausschüsse in Fredersdorf-Vogelsdorf hatten in den ersten Monaten des Jahres 2026 ein volles Programm. Die Beratungen reichten von konkreten Bauprojekten über die langfristige Finanzplanung bis hin zu wichtigen Weichenstellungen für die Zukunft der Gemeinde.
Gleich mehrere Straßenbauprojekte wurden in den Gremien beraten und beschlossen. Im Fokus standen dabei das Quartier 12-3 mit dem Ausbau der Martin-Luther-Straße, des Nibelungenrings und der Eichendorffstraße sowie der Straßenausbau im Quartier 17-3 Fredersdorf-Nord. Zudem wurde die Abschnittsbildung für die Martin-Luther-Straße (Freiligrathstraße bis Holteistraße) und für die Straße „Am Sportplatz (südlich)“ festgelegt. Für das Jahr 2026 beschloss die Gemeindevertretung außerdem ein separates Straßenbeleuchtungsprogramm, das Erneuerungen in der Buchenstraße, auf einem Geh-/Radwegabschnitt der Fredersdorfer Chaussee und im östlichen Wiesenweg in Vogelsdorf vorsieht.
Die Zukunft der Sportstätten war ein zentrales und wiederkehrendes Thema. Die Gemeindevertretung beschloss im März, die Finanzierung und Priorisierung der Investitionsmaßnahmen für die Radrennbahn und das Sportfunktionsgebäude neu anzupassen. Demnach soll die Radrennbahn 2026 für etwa 200.000 Euro teilsaniert werden, während der Neubau des Sportfunktionsgebäudes in Vogelsdorf für circa 3 Millionen Euro in den Jahren 2027/2028 geplant ist. Die Finanzierung soll vorrangig aus Mitteln des Bundessonderprogramms (LuKIFG) erfolgen. In mehreren Ausschusssitzungen wurde anschließend über die konkrete Finanzierung über ein Sondervermögen für genau diese beiden Projekte beraten.
Um die bauliche Entwicklung zu steuern, beschloss die Gemeindevertretung im Februar ein Nachverdichtungskonzept als Orientierungsrahmen. Konkret sollen einfache Bebauungspläne für Bereiche um die Lessing- und Beethovenstraße sowie die Petershagener Straße aufgestellt werden, um unkontrollierte Nachverdichtung einzuschränken. Für Nachverdichtung im Bereich zwischen Zille- und Knausstraße sind qualifizierte Bebauungspläne vorgesehen. Zudem richtete die Gemeinde ein besonderes Vorkaufsrecht nach § 25 BauGB für Grundstücke zwischen Spitzwegstraße und Käthe-Kollwitz-Straße ein, um diese Flächen für öffentliche Zwecke wie Schulen oder Kitas zu sichern. Über die Ausübung eines weiteren Vorkaufsrechts für eine Fläche in der Seestraße in Vogelsdorf wurde ebenfalls beraten.
Die Weichen für die kommenden Jahre wurden mit der Beratung der Investitionsplanung für 2027/2028 und der Folgejahre bis 2030 gestellt, die als Basis für den nächsten Doppelhaushalt dient. Ebenfalls beschlossen wurden die zweite Änderung des Stellenplans 2026 und das Integrierte Klimaschutzkonzept der Gemeinde. Ein besonderer Beschluss betraf die zukünftige Nutzung gemeindeeigener Gebäude: So sind unter anderem ein Neubau des Bauhofs in der Wankelstraße (2027-2031), ein kombiniertes Gebäude für Bibliothek und Begegnungsstätte auf dem heutigen Bauhofgrundstück (ab 2033) sowie ein neuer Jugendclub im Bebauungsplan 41 (2029/2030) vorgesehen. Das alte Feuerwehrgebäude in Fredersdorf-Nord soll zu einer Begegnungsstätte umgenutzt werden.
Die Weiterentwicklung der Kitalandschaft war Thema in mehreren nicht-öffentlichen Sitzungspunkten. Öffentlich beriet der Ausschuss für Bildung, Soziales und öffentliche Ordnung über ein Verfahren zum Umgang mit Anträgen freier Kita-Träger auf Zuschusserhöhungen. Ein Highlight des Jahres steht fest: Anlässlich der 650-Jahr-Feier der Gemeinde findet am 06. und 07. Juni 2026 ein Festwochenende mit Brückenfest statt. Die Gemeindevertretung beschloss die Bildung einer Projektgruppe für einen Festumzug, der von der Ortsgruppe der Volkssolidarität organisiert wird. Die Gemeinde übernimmt die Kosten hierfür bis zu einer Gesamtsumme von 25.000 Euro.
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