Kommune in Nordrhein-Westfalen – RIS, Sitzungen, Termine & Beschlüsse
Ahlen ist eine Kommune in Nordrhein-Westfalen mit rund 52.627 Einwohnern. Poliscope hat im RIS in den letzten sechs Monaten 47 Sitzungen, 824 Tagesordnungspunkte, 129 Dokumente erfasst.
Im Ratsinformationssystem (RIS) von Ahlen finden Sie einen Sitzungskalender, Informationen zu Gremien und deren Mitgliedern sowie Informationen zu Beschlüssen.
Zwischen Haushaltskonsolidierung und neuen Baugebieten: In Ahlen standen in den letzten Monaten wichtige Weichenstellungen für die Zukunft an. Der Rat und seine Ausschüsse haben über den Haushalt 2026, die Vergabe von Fördermitteln und zahlreiche Bau- und Planungsvorhaben beraten und entschieden.
Der Rat der Stadt Ahlen hat am 21. Mai 2026 den Haushalt für das laufende Jahr beschlossen. Im Zuge der Haushaltskonsolidierung wurden zahlreiche Einzelentscheidungen getroffen. So wird die Förderung der Koordinierungsstelle eingestellt und der Vertrag zum 1. Januar 2027 gekündigt. Die Förderung des Lunch Club e.V. wurde hingegen mit 37 zu 12 Stimmen abgelehnt und damit fortgesetzt. Das Schulbudget für nicht-lehrendes Personal an Grundschulen wird für das Schuljahr 2026/2027 fortgeführt, die Mittel werden sozial-indexbasiert verteilt. Die Schülerbeförderung für die Bauernschaft Rosendahl wird zum Ende des Schuljahres 2025/2026 eingestellt, gleichzeitig wurde die Verwaltung mit der Erarbeitung eines Gesamtkonzepts für die Schülerbeförderung im ländlichen Raum beauftragt. Die Eckgrundstücksermäßigung bei der Straßenreinigungsgebühr entfällt ab 2027.
Ein Schwerpunkt lag auf der Stadtentwicklung und dem Wohnungsbau. So wurden die „Handlungsleitlinien für die Anwendung des Bauturbos“ beschlossen, um Bauvorhaben zu beschleunigen. Für das neue Baugebiet „Dolberg Mitte“ wurden sowohl die 23. Änderung des Flächennutzungsplans als auch der Bebauungsplan Nr. 3.1 förmlich festgestellt. Für ein weiteres Wohngebiet, den Bebauungsplan Nr. 139 „Am Stockpiper/Rottmannstraße“, wurde die Öffentlichkeitsbeteiligung eingeleitet. Zudem wurden die Vergabekriterien für städtische Wohnbaugrundstücke geändert: In neuen Baugebieten sollen künftig 15 bis 30 Prozent der Wohneinheiten dem öffentlich geförderten Wohnungsbau vorbehalten sein.
Der Ausschuss für Umwelt, Klimaschutz und Mobilität hat einstimmig ein Standortkonzept für öffentliche Ladeinfrastruktur für Elektromobilität beschlossen. Die Verwaltung wird beauftragt, die Standorte schrittweise zu veröffentlichen und zu vergeben. Ein weiteres großes Projekt ist die geplante Agri-Photovoltaikanlage im Ahlener Westen. Für die notwendigen planungsrechtlichen Grundlagen – eine Flächennutzungsplan-Änderung und einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan – wurden die Aufstellungsbeschlüsse gefasst. Die endgültige Beschlussfassung soll im Rat erfolgen.
Mehrere Bauprojekte wurden auf den Weg gebracht. Der Neubau des Feuerwehrhauses in Dolberg wurde einstimmig beschlossen, die Verwaltung mit der Realisierung beauftragt. Für das Quartierszentrum Ost entschied sich der Rat für einen Neubau („Variante C“) anstelle einer Sanierung. Zudem wurde die Verwaltung mit der Entwurfsplanung für die Sanierung der Turnhalle der Barbaraschule und die dazugehörige Freiflächenplanung beauftragt. Für die Sanierung der Lüftungsanlage und Sicherheitsbeleuchtung in der Aula der Therese-Münsterteicher-Gesamtschule wurden die finanziellen Mittel bereitgestellt.
Die Ortsausschüsse bewilligten Fördermittel für mehrere bürgerschaftliche Projekte. In Vorhelm wurden Gelder für einen Zaun am Schützenplatz (bis zu 3.570 €), eine Akustikdecke im Bürgerhaus, die Ausbesserung eines Bushäuschens (bis zu 1.001,29 €), eine überdachte Sitzfläche für die Feuerwehr (bis zu 3.814,46 €) und die Erneuerung eines Stehbereichs am Sportplatz (bis zu 1.950 €) beschlossen. In Dolberg gab es Zuschüsse für den Umbau des SVE-Treffs in der Mehrzweckhalle (bis zu 5.000 €) und für einen Kühlanhänger für Dorffeste (bis zu 4.624,55 €). Der Ortsausschuss Dolberg beauftragte zudem die Verwaltung, eine Lösung für ein Dorfgemeinschaftshaus am Standort des Pfarrheims St. Lambertus oder einem alternativen Standort zu erarbeiten.
Der Rat beschloss die Gründung eines „Klima- und Energie-Netzwerks“, allerdings mit einer knappen Mehrheit von 4 zu 7 Stimmen bei 2 Enthaltungen im zuständigen Ausschuss. Die Verträge mit der Verbraucherzentrale NRW für die allgemeine Verbraucher- und die Energieberatung werden bis Ende 2029 verlängert. Für die Innenstadt wurde eine Satzung über ein besonderes Vorkaufsrecht der Stadt beschlossen, um städtebauliche Entwicklungsziele durchsetzen zu können. Die Änderung einer Förderrichtlinie für bürgerschaftliche Projekte, die unter anderem die Budgets für die Ortsteile regeln sollte, wurde im Rat mit 30 zu 16 Stimmen abgelehnt.
KI-Zusammenfassung der Themenschwerpunkte auf Grundlage der kommunalen Sitzungsdatenbank von Poliscope.
KI macht Fehler und ersetzt keine eigene Recherche.
Wird monatlich aktualisiert.
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