Gemeindeverband in Nordrhein-Westfalen – RIS, Sitzungen, Termine & Beschlüsse
Ahlen ist ein Gemeindeverband in Nordrhein-Westfalen mit rund 52.627 Einwohnern. Der Gemeindeverband umfasst 1 Gemeinden.
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Von der Haushaltskonsolidierung über neue Baugebiete bis zur Förderung des Ehrenamts: Die Ahlener Gremien haben im Frühjahr 2026 zahlreiche Beschlüsse gefasst und wichtige Weichen gestellt. Hier sind die zentralen Entscheidungen und Themen der letzten Monate.
Der Rat der Stadt Ahlen hat am 21. Mai den Haushalt für 2026 verabschiedet. Im Zuge der notwendigen Konsolidierung wurden zahlreiche Einzelentscheidungen getroffen. So wird die Taxibeförderung für Schüler aus der Bauernschaft Rosendahl zum Ende des Schuljahres 2025/26 eingestellt. Gleichzeitig beauftragte der Rat die Verwaltung, ein neues Gesamtkonzept für die Schülerbeförderung im ländlichen Raum zu erarbeiten. Der Zuschuss für das Sportarchiv wird auf 1.800 Euro reduziert, die Mittel für digitale Endgeräte an Schulen halbieren sich auf 100.000 Euro. Die Kulturgesellschaft erhält künftig nur noch 15.000 Euro und das Bistum Münster 10.000 Euro. Die Förderung der Koordinierungsstelle wird eingestellt, ebenso wie der Betrieb von zwei Großtagespflegen in Trägerschaft der Innosozial. Die Stadtteilarbeit im Südenstadtteil wird mit einer Kürzung von 12.500 Euro fortgeführt. Der Antrag, die Verbraucher- und Energieberatung ab 2027 nicht mehr zu bezuschussen, wurde jedoch abgelehnt.
Ein Schwerpunkt lag auf der Schaffung von Wohnraum. Der Rat hat die 23. Änderung des Flächennutzungsplans und den Bebauungsplan Nr. 3.1 „Wohnbebauung Dolberg Mitte“ beschlossen. Für ein weiteres Neubaugebiet, den Bebauungsplan Nr. 130 „Pankratiusstraße“, wurde die öffentliche Auslegung eingeleitet. Zudem beschloss der Rat, bis zur Fertigstellung eigener Handlungsleitlinien die Zustimmung zu Wohnungsbauvorhaben nach dem neuen „Bauturbo“-Gesetz zu verweigern. Bei konkreten Bauprojekten fiel die Entscheidung für einen Neubau des Jugendzentrums Ost, der direkt mit einer neuen Sporthalle verbunden werden soll. Für die Sanierung der Turnhalle der Barbaraschule wurde die Entwurfsplanung beauftragt. Im Betriebsausschuss wurden Mittel für die Sanierung der Brücke 055 „Oestricher Holt“ (630.000 Euro) und die Ersatzbeschaffung eines LKW (90.000 Euro) bereitgestellt.
Das bürgerschaftliche Engagement wurde in mehreren Sitzungen gestärkt. Der Ausschuss für Ordnung bewilligte Fördermittel für die Sanierung des Vereinsheims des Kleingartenvereins Steinbrückenkamp (bis zu 3.570 Euro) und für Sonnenliegen am Hövenerort (5.000 Euro). Die Verträge mit der Verbraucherzentrale NRW für allgemeine Beratung und Energieberatung wurden jeweils bis Ende 2029 verlängert. In den Ortsteilen wurden ebenfalls Projekte gefördert: In Dolberg für den Umbau des SVE-Treffs (5.000 Euro) und einen Kühlanhänger für Dorffeste (4.624,55 Euro). In Vorhelm wurden Mittel für einen Zaun am Schützenplatz, eine Akustikdecke im Bürgerhaus, die Ausbesserung eines Bushäuschens, eine überdachte Sitzfläche für die Feuerwehr und die Erneuerung des Stehbereichs am Sportplatz beschlossen. Der Ortsausschuss Dolberg beauftragte zudem die Verwaltung, eine Lösung für ein Dorfgemeinschaftshaus am Standort des Pfarrheims St. Lambertus oder einem alternativen Standort zu erarbeiten.
Nicht alle Vorstöße fanden eine Mehrheit. Der Ausschuss für Ordnung lehnte Parkplatzmarkierungen im Steinkuhlenberge sowie eine Änderung der Halteverbotsregelung in der Schützenstraße ab. Auch der Vorschlag, die flächendeckende Wahlplakatierung zugunsten zentraler Stellwände zu überarbeiten, wurde verworfen. Eine Anregung zur „Gegensteuerung zur Haushaltskonsolidierung“ wurde nicht weiter verfolgt. Der Rat lehnte zudem einen Antrag ab, die bisherige Praxis der Aufwandsentschädigungen für Ratsmitglieder in Aufsichtsräten offenzulegen. Stattdessen wird künftig nur die Entschädigung für Ratsmitgliedersitzungen im Jahresabschluss ausgewiesen. Die Eckgrundstücksermäßigung bei der Straßenreinigungsgebühr entfällt zum 1. Januar 2027.
Der Rat erließ eine neue „Ahlener Plakatordnung“ und regelte Ausnahmen von den Lärmschutzbestimmungen für das Stadtfest, Silvester und die TrallaCity-Veranstaltungen. Für die Therese-Münsterteicher-Gesamtschule wurden Mittel für die Sanierung von Lüftung und Sicherheitsbeleuchtung in der Aula bereitgestellt. Die Hauptsatzung wurde geändert, sodass sachkundige Bürger nun auch für Fraktionssitzungen entschädigt werden können, jedoch auf maximal 12 Sitzungen pro Jahr begrenzt. Im Jugendhilfeausschuss wurde der Verein „New Trails e.V.“ als Träger der freien Jugendhilfe anerkannt. Mehrere Ausschüsse berieten außerdem ein Konzept zur Beantragung von Landesfördermitteln für Kommunen mit hoher Einwanderung aus Südosteuropa, das auf frühkindliche Bildung und Schulintegration abzielt.
Die Sitzungen zeigten einen klaren Fokus auf die Haushaltskonsolidierung bei gleichzeitiger Investition in Zukunftsthemen wie Wohnraum, Jugendförderung und die Unterstützung des vielfältigen Vereinslebens in Ahlen und seinen Ortsteilen.
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