Gemeindeverband in Bayern – RIS, Sitzungen, Termine & Beschlüsse
Grafing b.München ist ein Gemeindeverband in Bayern mit rund 13.936 Einwohnern. Der Gemeindeverband umfasst 1 Gemeinden.
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Zwischen Wohnungsbau, Energieprojekten und der Gründung eines Jugendparlaments: In Grafing b. München stand in den ersten Monaten des Jahres 2026 ein umfangreiches kommunalpolitisches Programm auf der Tagesordnung. Die Gremien befassten sich mit konkreten Bauvorhaben, wichtigen Weichenstellungen für die Infrastruktur und neuen Formen der Bürgerbeteiligung.
Der Wohnungsbau war ein zentrales Thema: Der Bau- und Werkausschuss billigte im Januar den Bauantrag für ein Mehrparteienhaus in Elkofen (St.-Anna-Straße 12) sowie für ein Dreifamilienhaus in der Raiffeisenstraße 1. Für das große Baugebiet „Schönblick Ost“ wurde im März der Kriterienkatalog für das Einheimischenmodell beschlossen. Ein besonderer Fokus lag auf dem sozialen Wohnungsbau: Sowohl der Bauausschuss als auch der Stadtrat stimmten einstimmig für die Vorbereitung des sozialen Wohnungsbaus am „Alten Bauhof“, inklusive der notwendigen Altlastensanierung. Parallel wurden gewerbliche Projekte vorangetrieben, darunter die Erweiterung des Brauereigeländes und die Umstrukturierung des „Heckerkellers“ an der Rotter Straße zu einem urbanen Gebiet.
Auch die Energieversorgung und Infrastruktur wurden behandelt. Im Juni befasste sich der Bauausschuss mit einem Antrag für eine neue Batterie-Energiespeicheranlage in Nettelkofen mit 12 MW Leistung. Ein weiteres Großprojekt ist der Ausbau der Bürgermeister-Schlederer-Straße, für den im Februar das technische Bauprogramm festgelegt und im März die Vergabeentscheidung getroffen wurde. Zudem wurden Pläne für den ökologischen Ausbau des „Wieshamer Bachs“ und des „Ziegelgrabens“ zur Verbesserung des Hochwasserschutzes gebilligt.
Der Stadtrat beschloss im Februar einstimmig, dass sich künftig alle im Stadtrat vertretenen Parteien und Gruppierungen am Stadtmagazin „Grafing aktuell“ beteiligen können. Ebenfalls einstimmig wurde der Beitritt zur Initiative „Notinsel“ der Stiftung Hänsel und Gretel beschlossen, um Kindern in Notsituationen zu helfen. Auf Antrag der Fraktionen SPD und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN wurde zudem die Einrichtung eines Jugendparlaments beraten. Um Bauvorhaben zu beschleunigen, passte der Stadtrat die Geschäftsordnung an das sogenannte „Bauturbo“-Gesetz an.
Ein zentraler Beschluss war die Verabschiedung des Haushaltsplans 2026 im Februar. Zuvor hatte der Finanzausschuss den Plan bereits vorberaten. Nach der Kommunalwahl im Frühjahr konstituierte sich der neue Stadtrat im Mai und wählte die Bürgermeister sowie die Ausschussmitglieder.
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