Kommune in Thüringen – RIS, Sitzungen, Termine & Beschlüsse
Gotha ist eine Kommune in Thüringen mit rund 45.099 Einwohnern. Poliscope hat im RIS in den letzten sechs Monaten 14 Sitzungen, 159 Tagesordnungspunkte, 20 Dokumente erfasst.
Im Ratsinformationssystem (RIS) von Gotha finden Sie einen Sitzungskalender, Informationen zu Gremien und deren Mitgliedern sowie Informationen zu Beschlüssen.
Von der neuen Feuerwache bis zum Südbad, von Kita-Verträgen bis zur Bioenergie: In den ersten Monaten des Jahres 2026 hat der Gothaer Stadtrat zahlreiche Weichen für die Zukunft der Stadt gestellt. Die Beschlüsse reichen von großen Infrastrukturprojekten bis hin zu neuen Preisen für Kulturveranstaltungen.
Ein zentrales Projekt nimmt konkrete Form an: Der Stadtrat beschloss im Februar einstimmig, einen neuen Standort für die Hauptfeuerwache zu entwickeln. Als favorisierter Ort wurde die brachliegende Fläche der Baugesellschaft Gotha mbH in der Parkstraße identifiziert. Parallel dazu wurde die Aufstellung eines Bebauungsplans Nr. 17 „Sondergebiet Feuerwehr und Sicherheit“ für dieses Gebiet eingeleitet. Für die Ausrüstung bewilligte der Haushaltsausschuss zudem überplanmäßige Ausgaben von 78.000 Euro für einen neuen Kommandowagen.
Ein weiteres Leuchtturmprojekt ist die geplante Bioenergieanlage. Nachdem der Stadtrat im März die planungsrechtlichen Verfahren eingeleitet hatte, billigte er Ende Juni einstimmig die nächsten Schritte: Die Vorentwürfe für den Bebauungsplan Nr. 26 und die 15. Änderung des Flächennutzungsplans wurden gebilligt. Nun startet die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit und der Behörden. Ziel ist die Schaffung der rechtlichen Grundlagen für eine Biogasanlage, drei Blockheizkraftwerke und eine Abwasserwärmepumpe.
Das Südbad bleibt ein politisch umkämpftes Thema. Während der Stadtrat im Mai mehrheitlich (25 zu 9 Stimmen) die 9. Änderung des Flächennutzungsplans für ein „Sondergebiet erneuerbare Energien“ an der Gleichenstraße beschloss, ging es auch um das Bad selbst. Der Rat stimmte dafür, eine Projektskizze für die Sanierung des Südbads im Bundesförderprogramm einzureichen. Der Haushaltsausschuss bewilligte zudem 100.000 Euro überplanmäßige Ausgaben für das Freibad. Die AfD-Fraktion beantragte Ende Juni einen umfassenden Prüfauftrag zur Zukunft des Bades, über den aber noch nicht entschieden wurde.
Die Bildungs- und Sportinfrastruktur wird massiv ausgebaut. Der Stadtrat beschloss Investitionen in die Sanierung und barrierefreie Erschließung der „Erich Kästner“-Grundschule in Sundhausen sowie die Neugestaltung der Außengelände der Grundschulen „J.F. Löffler“, „Gotha-Siebleben“ und „Andreas Reyher“. Für den Westsportplatz an der Gebrüder-Ruppel-Straße wurde der Umbau eines Naturrasen- zu einem Kunstrasenplatz samt neuer Flutlichtanlage beschlossen. Zudem wurden zahlreiche Verträge für Reinigungs- und Küchendienstleistungen in Kitas und Schulen mit einem Gesamtvolumen von mehreren Millionen Euro vergeben.
Auch die Verkehrsinfrastruktur wird erweitert. Einstimmige Beschlüsse gab es für den Bau einer PKW-Stellplatzanlage „Am Sternchen“, eines Besucherparkplatzes mit 66 Stellflächen am Tierpark (Kosten: ca. 740.000 €) und eines Parkplatzes am Hauptbahnhof. Ab dem 1. Juli 2026 gelten zudem neue Entgeltordnungen für das Kulturhaus und die Stadthalle, die der Rat einstimmig beschloss.
Der Stadtrat verabschiedete eine neue Ehrensatzung, übertrug die Aufgabe des Marktwesens ab 2027 an die KulTourStadt Gotha GmbH und beschloss mehrheitlich einen kommunalen Wärmeplan als Leitfaden für die künftige Wärmeversorgung. Ein Antrag auf Aberkennung der Ehrenbürgerschaft von Paul von Hindenburg wurde mit 28 zu 4 Stimmen abgelehnt.
Die Beschlüsse der ersten Jahreshälfte zeigen eine Stadt in der Umsetzung: mit klaren Prioritäten für Sicherheit, Energie und Bildung, aber auch anhaltenden Diskussionen um die Zukunft ihrer Sport- und Freizeiteinrichtungen.
KI-Zusammenfassung der Themenschwerpunkte auf Grundlage der kommunalen Sitzungsdatenbank von Poliscope.
KI macht Fehler und ersetzt keine eigene Recherche.
Wird monatlich aktualisiert.
Poliscope erfasst und analysiert die Daten aus dem Ratsinformationssystem (RIS) von Gotha (Thüringen) – zusammen mit tausenden weiteren Kommunen in ganz Deutschland.
Übergeordnete Verwaltungseinheit
GV Gotha, StadtPoliscope GmbH
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