Gemeindeverband in Nordrhein-Westfalen – RIS, Sitzungen, Termine & Beschlüsse
Gescher ist ein Gemeindeverband in Nordrhein-Westfalen mit rund 17.186 Einwohnern. Der Gemeindeverband umfasst 1 Gemeinden. Poliscope hat im RIS in den letzten sechs Monaten 19 Sitzungen, 193 Tagesordnungspunkte, 65 Dokumente erfasst.
Im Ratsinformationssystem (RIS) von Gescher finden Sie einen Sitzungskalender, Informationen zu Gremien und deren Mitgliedern sowie Informationen zu Beschlüssen.
Von der Windenergie im Nordwesten bis zur Traglufthalle im Freibad: In den letzten Monaten standen in der Glockenstadt Gescher zahlreiche große und kleine Weichenstellungen auf der kommunalpolitischen Agenda. Die Gremien berieten über die Zukunft der Energieversorgung, die Sanierung von Sportstätten und die Gestaltung des Zusammenlebens.
Gleich vier Änderungen von Teilflächennutzungsplänen für Windenergie wurden im Ausschuss für Bauen, Planen und Stadtentwicklung beraten. Konkret geht es um die Ausweisung von sogenannten Beschleunigungsgebieten für Windenergieanlagen in den Bereichen Büren-Sundern (drei Anlagen), Estern-Rott (eine Anlage), Tungerloh-Pröbsting (sechs Anlagen) und Tungerloh-Capellen (fünf Anlagen). Parallel dazu wurde die Aufstellung des Bebauungsplans Nr. 99 "Solarpark nördlich der B525" behandelt. Diese Planungen sind notwendige Schritte, um die gesetzlichen Vorgaben für den Ausbau erneuerbarer Energien umzusetzen.
Die Stadtentwicklung bleibt ein zentrales Thema. Der Rat befasste sich mit der 41. Änderung des Flächennutzungsplans, die unter anderem die Ausweisung eines Sondergebiets für großflächigen Einzelhandel, gemischter Bauflächen und neuer Wohnbauflächen vorsieht. Zudem wurde die Aufstellung des neuen Bebauungsplans Nr. 95 "Pankratiusstraße-Rottkamp" beraten, der ein allgemeines Wohngebiet, ein Mischgebiet sowie Flächen für Lebensmittelhändler festsetzen soll. Im Stadtteil Hochmoor stand die 1. Änderung des Bebauungsplans Nr. 55 "Festwiese und Sportanlagen" auf der Tagesordnung, die eine Multifunktionssportfläche ermöglichen soll.
Mehrere Vorhaben zielen auf die Verbesserung der Sport- und Freizeitinfrastruktur. Ein kamerabasiertes Ertrinkungserkennungssystem für das Freibad wurde im Ausschuss für Soziales, Bildung und Sport vorgestellt, um die Sicherheit zu erhöhen. Die Sanierung der Dreifachsporthalle am Borkener Damm schreitet voran: Die Planungen sehen Kosten von etwa 10,2 Millionen Euro vor, mit einem möglichen Förderanteil von 6,4 Millionen Euro. Für die neue Sportanlage am gleichen Standort wurde ein Investorenauswahlverfahren für den Bau von zwei bis drei Paddelanlagen auf den Weg gebracht. Zudem prüft die Stadt auf einen Bürgerantrag hin die Machbarkeit einer Traglufthalle für eine ganzjährige Nutzung des Freibads.
Im Bereich Infrastruktur wurden konkrete Maßnahmen diskutiert. Der Ausschuss für Infrastruktur befasste sich mit der Einführung eines verkehrsberuhigten Bereichs („Spielstraße“) in den Wohnbezirken Am Stadtkamp, Hahnenkamp, Eichendorffweg, Uhlenkamp und Taubengasse. Die erste Fortschreibung des ländlichen Wegenetzkonzeptes wurde beraten, um Sanierungsbedarfe zu identifizieren und Fördermittel zu beantragen. Ein Antrag der UWG zur Verbesserung der Verkehrssituation in der Bahnhofstraße wurde nach Prüfung der Verwaltung zur Ablehnung vorgeschlagen.
Die konstituierenden Sitzungen nach der Kommunalwahl brachten organisatorische Weichenstellungen: Die Anzahl der stellvertretenden Bürgermeister wurde von drei auf zwei reduziert und eine neue Zuständigkeitsordnung beschlossen. In finanziellen Angelegenheiten wurden unter anderem die Richtlinien für Kapitalanlagen und das Kreditmanagement der Stadt überarbeitet. Zudem standen Gebührenanpassungen für Abfallentsorgung, Straßenreinigung, Gewässerunterhaltung und Abwasserbeseitigung zur Beratung an.
Die Kulturförderung der Stadt war Thema: Im Jahr 2025 wurden sechs Kleinprojekte (unter 1.500 Euro) bewilligt und ein Großprojekt abgeschlossen, darunter das Stadtfest und ein Buchprojekt. Die Arbeitsgruppe Kultur und Museen konnte Erfolge vermelden, etwa die Aufnahme des Glockengusses in das bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes. Für die Stadtmarketing Gescher GmbH wurde eine strategische Neuausrichtung beschlossen; die Geschäftsführerstelle soll nun vollzeit ausgeschrieben werden. Zudem soll eine Machbarkeitsstudie für ein Gesamtkonzept zur Stärkung zentraler Begegnungs- und Erlebnisorte wie dem Naturparkhaus Bienenmuseum oder dem Glockenmuseum erstellt werden.
Die Sitzungen der letzten Monate zeigen eine Kommune im Wandel: Während langfristige Projekte in Energie, Stadtentwicklung und Infrastruktur angestoßen werden, werden gleichzeitig konkrete Maßnahmen für mehr Sicherheit, Lebensqualität und transparente Verwaltung auf den Weg gebracht.
KI-Zusammenfassung der Themenschwerpunkte auf Grundlage der kommunalen Sitzungsdatenbank von Poliscope.
KI macht Fehler und ersetzt keine eigene Recherche.
Wird monatlich aktualisiert.
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