Gemeindeverband in Niedersachsen – RIS, Sitzungen, Termine & Beschlüsse
Einbeck ist ein Gemeindeverband in Niedersachsen mit rund 30.420 Einwohnern. Der Gemeindeverband umfasst 1 Gemeinden.
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Zwischen Windpark-Einnahmen, Kita-Standorten und neuen Spielplätzen: In den Einbecker Ortsräten und Ausschüssen wurde im Frühsommer 2026 über zahlreiche konkrete Projekte und die Zukunft der Stadt beraten.
Gleich mehrere Ortschaften befassten sich mit den Einnahmen aus dem Windpark Hullersen/Holtensen. In den Sitzungen der Ortsräte Hullersen, Holtensen, Odagsen und Dassensen stand die Verteilung und Verwendung der Mittel aus den Jahren 2024 und 2025 auf der Tagesordnung. Insgesamt wurden der Stadt Einbeck für diesen Zeitraum knapp 200.000 Euro ausgezahlt, die nach einem festgelegten Schlüssel auf den städtischen Haushalt (40%) und die betroffenen Ortschaften (60%) verteilt werden.
Der Rat der Stadt traf einen wegweisenden Beschluss für die Innenstadt: Mit 19 zu 17 Stimmen stimmte er unter einer Bedingung für die Umstrukturierung und Übernahme der Einbeck Marketing GmbH. Voraussetzung ist ein als tragfähig befundener Businessplan. Zudem wurden zwei große Solarpark-Projekte auf den Weg gebracht. Für den „Solarpark Naensen“ (ca. 35 Hektar, bis zu 44 MWp) und den „Solarpark Stroit“ (34,7 Hektar, bis zu 50 MWp) wurden die notwendigen Abwägungs- und Satzungsbeschlüsse für die Bebauungspläne gefasst. Im Ausschuss für Bauen und Stadtentwicklung wurde zudem die Öffentlichkeitsbeteiligung für den vorhabenbezogenen Bebauungsplan Nr. 86 „Solarpark Nordwest“ eingeleitet.
Die Betreuung der Jüngsten war ein beherrschendes Thema. Der Ausschuss für Jugend, Familie und Soziales nahm Kenntnis vom geplanten Trägerwechsel des Ev.-Freik. Arbeitskreises für Christliche Sozialarbeit e.V. zum Diakoniewerk Kirchröder Turm zum 1. August 2026. Besonders kritisch ist die Lage in Kreiensen: Der DRK-Kreisverband hat den Betreibervertrag für die dortige Kita zum Ende des Kindergartenjahres 2026/27 gekündigt. Die Verwaltung betonte in der Ortsratssitzung Kreiensen, dass man weiterhin in guten Gesprächen mit dem DRK sei, aber auch Alternativen zur Sicherstellung der Plätze prüfe. Parallel läuft die Planung für einen Neubau der Kita Deinerlinde. Ein alternativer Standort an der Kolberger Straße wird geprüft, die Kostenschätzung beläuft sich auf rund 6 Millionen Euro.
Die Ortsräte waren mit vielen praktischen Anliegen befasst. So beschloss der Ortsrat Kreiensen einstimmig die Einführung einer neuen Hausordnung für den Jugendraum, die zweimal wöchentliche Leerung von Papierkörben am Bürgerhaus und Spielplatz von Ostern bis Oktober, die Aufstellung von sechs neuen Papierkörben und die Errichtung eines neuen Zauns an der Ebertstraße. In Rittierode wurden Mittel für die komplette Erneuerung des schadhaften Zauns am Spielplatz (8.408,96 €) und die Anschaffung eines halbautomatischen Defibrillators für das Bürgerhaus (1.800 €) bereitgestellt. Der Ortsrat Ahlshausen-Sievershausen stimmte einstimmig für die Übernahme der Restkosten einer Seniorenfahrt für 69 Personen und bewilligte Zuschüsse für den Kinderkarneval, die Instandsetzung eines Ehrenmals und eine Vereinsfahrt.
Die SPD-Fraktion brachte im Rat der Stadt einen Antrag zur Verbesserung der Sicherheit und Sauberkeit im gesamten Stadtgebiet ein. Dieser wurde zur Beratung in den Ausschuss für Stadtentwicklung überwiesen. Konkret wurde es im Ausschuss für Jugend, Familie und Soziales: Dort wurde einstimmig beschlossen, in allen von der Stadt betreuten öffentlichen Toiletten kostenlose Hygieneartikel bereitzustellen. Nach einer dreimonatigen Probezeit sollen die Erfahrungen ausgewertet werden.
Eine strukturelle Änderung betrifft die Feuerwehr: Die Ortsfeuerwehr Volksen wird zum 30. Juni 2026 aufgelöst und als Löschgruppe der Ortsfeuerwehr Negenborn weitergeführt. Grund sind Nachwuchsprobleme und fehlende Führungskräfte. Der Rat der Stadt entließ den stellvertretenden Ortsbrandmeister von Volksen aus seinem Ehrenamt und ernannte in derselben Sitzung neue Ortsbrandmeister und Stellvertreter für die Ortschaften Drüber, Immensen, Rengershausen, Strodthagen und Vardeilsen.
Die Nutzung der städtischen App „EinbeckGO“ wurde in mehreren Gremien thematisiert. Während im Ausschuss für Tourismus über Anreize für eine stärkere Nutzung in den Ortschaften diskutiert wurde, lehnte der Ortsrat Dassensen eine weitere Kostenbeteiligung einstimmig ab. Die Begründung: Die App werde von den Vereinen nicht angenommen, eine weitere Unterstützung sei daher nicht sinnvoll.
Die Sitzungen zeigen eine aktive Kommunalpolitik, die sich von der Finanzierung konkreter Dorfprojekte über die strategische Stadtentwicklung bis hin zur Sicherstellung der Kinderbetreuung erstreckt.
KI-Zusammenfassung der Themenschwerpunkte auf Grundlage der kommunalen Sitzungsdatenbank von Poliscope.
KI macht Fehler und ersetzt keine eigene Recherche.
Wird monatlich aktualisiert.
Poliscope erfasst und analysiert die Daten aus dem Ratsinformationssystem (RIS) von Einbeck (Niedersachsen) – zusammen mit tausenden weiteren Kommunen in ganz Deutschland.
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