Landkreis in Niedersachsen
Ratsinformationssystem, Dokumente, Sitzungen, Termine
Im Ratsinformationssystem (RIS) von Lüneburg finden Sie einen Sitzungskalender, Informationen zu Gremien und deren Mitgliedern sowie Informationen zu Beschlüssen.
.In den letzten Monaten hat der Landkreis Lüneburg zentrale Entscheidungen zu Raumordnung, Finanzen und Verkehr getroffen. Die Debatte um den Sandabbau bei Boltersen, ein neues 8‑Millionen‑Euro‑Kreditpaket und umfangreiche Investitionen in den öffentlichen Nahverkehr prägen das aktuelle Politik‑Bild. Zudem wurden Maßnahmen zur Sicherung des lokalen Verkehrs‑Netzwerks und ein langfristiges Tourismus‑Projekt beschlossen.
Im Ausschuss für Raumordnung forderten die Fraktionen Die Linke/Die Partei und Bündnis 90/Die Grünen die Herausnahme der Sandabbau‑Vorrangfläche S 35 aus dem Entwurf des Regionalen Raumordnungsprogramms (RROP) 2025. Die Verwaltung antwortete mit einer Stellungnahme, in der sie die Beibehaltung der Fläche begründete und die von den Fraktionen vorgeschlagenen Alternativflächen als ungeeignet einstuft. Der Prüfauftrag bleibt damit offen und wird weiter diskutiert.
Der Ausschuss für Finanzen, Personal, Innere Angelegenheiten und Digitalisierung bestätigte die Aufnahme eines Kommunalkredits in Höhe von 8 000 000 Euro. Das 30‑jährige Ratendarlehen wird zu einem Nominalzinssatz von 3,12 % p.a. zur Finanzierung von Investitionen und Förderungsmaßnahmen des Landkreises verwendet. Im selben Zuge beschloss die GfA Lüneburg gkAöR eine Gebührenerhöhung von 7,95 % für die Abfallentsorgung, um eine erwartete Unterdeckung auszugleichen. Zusätzlich wurde die Eigenkapitalbasis der Arena Lüneburg Verwaltungs‑GmbH gestärkt; im Wirtschaftsplan 2026 wird ein Fehlbetrag ausgeglichen und ca. 300 000 Euro für Brandschutz, Videoüberwachung und bauliche Maßnahmen bereitgestellt.
Der Mobilitätsausschuss beschloss die Reaktivierung der SPNV‑Strecke Lüneburg‑Soltau, wobei die Inbetriebnahme aufgrund eines SinON‑Berichts verschoben wird. Für die zukünftige Leitung des öffentlichen Nahverkehrs plant der Landkreis die Erhöhung des Eigenkapitals der MOIN Mobilitätsinfrastruktur‑ und‑betriebs‑GmbH um 649 000 Euro auf insgesamt 899 000 Euro. Zusätzlich werden Konzernkredite in Höhe von 42 300 300 Euro für die Jahre 2025/2026 bewilligt, um Busanschaffungen und Infrastruktur zu finanzieren; im Wirtschaftsplan 2026 sind Investitionen von bis zu 26 809 200 Euro und der Kauf von 13 gebrauchten Dieselbussen für 1 000 000 Euro vorgesehen.
Der Mobilitätsausschuss nahm den Antrag der FDP/Die Unabhängigen an, die alte Fähre „Amt Neuhaus“ nach Inbetriebnahme der neuen Hybrid‑Fähre mindestens zwei weitere Jahre als Reserve‑Fähre vorzuhalten. Parallel dazu wurden Sondervereinbarungen mit lokalen Taxiunternehmen für ein On‑Demand‑System (ÖPNV‑Taxi) abgeschlossen, um flexible Beförderungsangebote im ländlichen Raum zu stärken.
Ein gemeinsamer Antrag von Bündnis 90/Die Grünen, SPD und Die Linke/Die Partei fordert, dass der Landkreis Lüneburg eine unbefristete Kooperation mit dem Projekt „Fahrtziel Natur“ eingeht. Ziel ist die Förderung klimafreundlicher Mobilität und die Möglichkeit, dass Übernachtungsgäste kostenlos den ÖPNV nutzen können. Die Kreisverwaltung soll ein Konzept erarbeiten; das Projekt läuft bereits seit etwa zehn Jahren, und neue Kommunen können bis zum 31.12.2025 noch beitreten.
Die Beschlüsse zeigen, dass Lüneburg sowohl in der Raumordnung als auch in der finanziellen Ausstattung und im Verkehrs‑ und Tourismusbereich aktiv an einer zukunftsfähigen Infrastruktur arbeitet.
KI-Zusammenfassung der Themenschwerpunkte auf Grundlage der kommunalen Sitzungsdatenbank von Poliscope.
KI macht Fehler und ersetzt keine eigene Recherche.
Wird monatlich aktualisiert.
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